Hanoi und ne Pulle Baerengalle

In Hanoi angekommen, stellen wir schnell fest, das es hier oben schon ganz schoen kalt geworden ist. Die Stadt empfaengt uns dafuer mit strahlendem Sonnenschein. Hoi An versinkt im gleichen laut hupenden, chaotischen Verkehr, und das einzige was wir uns noch zurufen, bevor wir uns in den Verkehr werfen ist: Eine Kugel bilden! An der Schildkroete arbeiten wir noch und wer noch ein paar Formationen aus Asterix oder Obelix kennt, der sei hiermit herzlich eingeladen, ein paar Vorschlaege zu machen.

Ist Saigon die kleine quirlige Schwester, so scheint Saigon eher die gediegene Dame zu sein. Hier gibt es viele Parks und Seen. In der Altstadt, in der wir wohnen, gibt es 36 Strassen, ein Relikt aus der Kaiserzeit. In jeder Strasse gibt es ein Gewerk, das seine Waren feilbietet. Also die Silberstrasse, die Metallstrasse, die Bambusstrasse, die Kraeuterstr, und die Suessigkeitenstrasse, die wir uns bis zuletzt aufbewahrt haben. Im Highway 4 finden wir unser naechstes Hauptquartier. Hier haben Traveller die alten Gerichte wiederbelebt und so nebenbei auch eine Menge Schnaepse kreiert, die wir nach einem koestlichen Mahl, beschaemend zu sagen, aber es war das beste bis jetzt, ausgiebig geniessen. Die Sets bestehend aus 4 Schnaepsen tragen so klangvolle Namen wie Ladykiller, Fruit Basket, Health and Beauty. Ike schaltet sich nach dem ersten Set zurueck auf den ebenfalls koestlichen Cinnamontee, waehrend Marta, Caethe und ich mal so richtig die Korken ploppen lassen und uns systematisch durch die Likoerchens trinken. Das scheint unseren Tischnachbarn maechtig zu imponieren, die uns gleich beim Eintreten schon an den Tisch bitten wollten. So tritt ein offensichtlich schon seit laengerem dem Zuspruch gediegener vietnamesischer Herr auf uns zu. In den Haenden haelt er eine honigfarbene Flasche und vier Glaeser. Wirderspruch wird nicht geduldet, auch weitere Fragen zu dem genauen Inhalt werden nicht beantwortet. Beherzt kippen wir das Zeug runter. Nach genauerem Hinschauen erkennen wir das zwei kleine Flaeschchen in der grossen schwimmen, Ob wir uns hier an einer vietnamesischen Spezialitaet dem Schraubenschnaps guetlich tun? Nein, der hinzu gerufene Koch klaert uns auf. Wir haben uns hier einen Kraeftigen Schluck Baerengalle gegeben. Ehrlich gesagt bin ich froh, das es nicht Baerenpipi war, denn das habe ich als erstes verstanden, aber was solls, um es mit den Worten von Else Kling zu sagen, Wenn's schoe macht. Der gute Mann will uns dann noch mit seinen Freunden in eine vietnamesische Diskothek schleppen, da dies aber unser erster Abend ist, verschieben wir das auf unseren letzten Abend.

11.1.07 16:08
 


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